Meiner Erfahrung nach gibt es zwei Kategorien von Menschen: jene, die sofort genießen, und jene, die sich das Beste für den Schluss aufheben. Ich gehöre zu Letzteren. Das Auskosten der Vorfreude birgt freilich Gefahren: es kann passieren, dass das Beste am Ende nicht mehr da ist. Auch heute noch erlebe ich schwere Stunden, wenn ich feststellen muss, dass das, was ich mir aufgespart habe, fort ist. In meinem tiefen Elend verwünsche ich alles und jeden, der mir meine Lebensfreude abgräbt. Nur mit Mühe gelingt es mir, den Übeltätern zu verzeihen. Dabei hilft mir ein Gedicht des 1883 geborenen, amerikanischen Autors William Carlos Williams.

Tee Mumins

William Carlos Williams: This Is Just to Say

I have eaten
the plums
that were in
the icebox

and which
you were probably
saving
for breakfast

Forgive me
they were delicious
so sweet
and so cold

Tee unscharf

William Carlos Williams: Samo da znaš

Ja sam pojio
slive
ke su bile
u hladioniku

i ke
si naredno
čuvala
za ručenje

Oprosti mi
bile su slasne
tako slatke
i tako mrzle